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| Die
Entstehung der Rasse Saarlooswolfhond |
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| Diese
Hunderasse hat ihren Ursprung in den 20er Jahren in den Niederlanden und
ist nach dem Begründer der Rasse, Leendert Saarloos benannt
worden.
Herr
Saarloos wollte eine Hunderasse züchten, die keine
Degenerationserscheinungen, aber eine natürliche Resistenz gegen
verschiede Krankheiten und die natürlichen Veranlagungen des Wolfes
besitzen sollte.
Für
seine Zucht nahm Herr Saarloos die europäische Wölfin "Fleur"
und den Deutschen Schäferhundrüden "Gerard van Fransenum".
Im Laufe der Jahre haben die beiden Stammeltern 28 Welpen
hervorgebracht, wovon
Leendert Saarloos durch seine strenge Selektion aber nur 3 Welpen für
seine weitere Zucht als tauglich auswählte. |
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Später
wurden auf Anraten des niederländischen Genforschers Dr. L. Hagedorn auch
Geschwister verpaart, die ihre Vorzüge in Charakter und Gesundheit ihren
Nachkommen vererbten. Anfangs wurden auch wieder Dt. Schäferhunde eingekreuzt
und 1963 die letzte Wölfin um der Inzucht entgegen zu wirken. Seine neu
geschaffene Rasse nannte Leendert Saarloos "Europese Wolfhond" und
seinen Zwinger „van de Kilstroom“. Am 13.01.1969 starb er im Alter von 84
Jahren. Nun folgten Jahre unkontrollierter Zucht, wobei die
Gebrauchseigenschaften als Blindenführ-, Rettungs- und Schutzhund zum größten Teil
verloren gingen.
Später,
am 05.07.1975 wurde der "Europese Wolfhond" in den Niederlanden vom
Raad van Beheer offiziell anerkannt. Im Jahr 1981 folgte die Anerkennung durch
den F.C.I., Standard Nr. 311.1, F.C.I.-Gruppe 1 und wurde zu Ehren des Begründers
in Saarlooswolfhond umbenannt.
Im
Jahr 1980 kam wahrscheinlich der erste Saarlooswolfhond nach Deutschland, 1987
wurde der erste in das VDH-Zuchtbuch eingetragen und 1989 wurde die erste
Zuchtstätte in Deutschland angemeldet. Seit dem wird der Saarloswolfhond mit
dem Zuchtziel des wesensfesten und robusten Familienhundes, mit dem äußeren
Erscheinungsbild eines Wolfes, in Deutschland gezüchtet.
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Das
Aussehen vom Saarlooswolfhond
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Das
äußere Erscheinungsbild des Saarlooswolfhond lässt jeden sofort an einen Wolf
erinnern. Er hat einen harmonischen Körperbau und recht lange Gliedmaßen, ohne
jedoch den Eindruck zu machen, „hochbeinig“ zu sein. Der Körper wirkt
schlank, ist aber dennoch kräftig gebaut.
Das
stockhaarige Fell ist Sommer ganz anders als im Winter. Im Winter hat der
Saarlooswolfhond eine dicke Unterwolle, die zusammen mit dem Deckhaar den
gesamten Körper formt und ihm seinen deutlichen Kragen um den Hals verleiht. Im
Sommer kommt eher das Deckhaar zur Geltung. Normalerweise reicht das ein- bis
zweimalige Bürsten des Fells in der Woche aus.
Die
Farben des Haares sind hell- bis dunkelschattiert wolfsgrau, waldbraun oder
hellcrème bis weiß. Die Maske des Saarlooswolfhond ist ausdrucksvoll. Die
Augen sind vorzugsweise gelb.
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Das
Wesen vom Saarlooswolfhond
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Durch
die Degenerierung vieler Hunderassen sind ursprüngliche Eigenschaften des
Wolfes - dem Vater
aller Hunderassen - bei den meisten Rassen durch die Lenkung der Zuchten
im Laufe der Zeit verloren gegangen. Das ist beim Saarlooswolfhond anders, denn
ihm geben gerade diese natürlichen Eigenschaften sein außergewöhnliches
Wesen.
Der
Saarlooswolfhond ist ein kinderfreundlicher, geduldiger und seiner Familie gegenüber extrem
anhänglicher Hund.
Obwohl
er in seiner Pflege und Fütterung recht anspruchslos ist, muss man mit ihm
umzugehen wissen und seine Kraft bedenken. Denn wenn er
Freunden sein überschäumendes Temperament zeigt, wirft er sogar Männer um.
Seinen
scharfen Sinnen entgeht nichts, somit zeigt er sich beim Auftreten fremder
Personen oder in ungewohnten Lebenssituationen eher zurückhaltend und sensibel.
Für
den unbedarften Besucher ist es sicher erst schwer nachvollziehbar, wenn der
Saarlooswolfhond zunächst zurückweicht und den Zeitpunkt der Begrüßung
selbst entscheidet. Der Fluchttrieb des Saarlooswolfhond ist eine reine
Vorsichtsmaßnahme zum eigenen Schutz.
Der
Saarlooswolfhond eignet sich deshalb auch nicht als Wachhund, da ihm jeglicher
Angriffstrieb fehlt. Auch hört man ihn nur sehr selten bellen.
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Wo
sollte der Saarlooswolfhond gehalten werden?
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Er
sollte im Haus gehalten werden. Für eine Zwingerhaltung ist der
Saarlooswolfhond nicht geeignet, da seine Rudelbindung zu stark ist. Ohne sein
Rudel ist er verloren und wird eine täglich mehrstündige Zwingerhaltung nicht
unbeschadet überstehen.
Ein
angrenzender Garten ist natürlich ideal, ersetzt aber keinesfalls die täglichen
Ausflüge in die Natur. Allerdings muss der Garten dann hoch eingezäunt sein,
denn der Saarlooswolfhond kann
sehr gut klettern und springen und ist deshalb ein geschickter Ausbruchskünstler.
Eine
Haltung in der Stadt ist möglich, sofern es genügend Auslaufmöglichkeiten für
seinen täglichen Bewegungsdrang gibt.
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Die
Erziehung eines Saarlooswolfhond
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Der
Saarlooswolfhond ist kein Arbeitshund und lässt sich nur über positive
Motivation zum Gehorsam erziehen. Dazu muss der Besitzer schon sehr viel Geduld
und Liebe aufbringen, aber auch die nötige Konsequenz um mit dem Eigensinn und
der Selbstständigkeit des Saarlooswolfhond zurecht zu kommen. Ständige
Wiederholungen von Übungen werden dem Hund schnell langweilig.
Man
sollte seine Ausbildungsfähigkeit aber trotzdem nicht unterschätzen. Es gibt
schon einige Saarlooswolfhonden die eine Begleithundprüfung bestanden haben oder
z.B. auch im Agility, in der Fährten- oder Dummyarbeit trainiert werden.
Seine
besondere Intelligenz zeigt er aber vor allem im Bereich der Problemlösung.
Gepaart mit einer sehr guten Sinnesleistung und Beobachtungsgabe hat der
Saarlooswolfhond ein phänomenales Gedächtnis, so dass es ihm z.B. nicht schwer
fällt Türen zu öffnen (auch Kühlschranktüren!) um sich sein Futter selbst
zu besorgen.
Der
Jagdtrieb des Saarloowolfhond ist auf Grund seiner hohen Sinnesleistung nicht
zu unterschätzen, bei ganz früher konsequenter Erziehung aber meist
kontrollierbar. Besonders auffallend ist allerdings die organisierte Jagd in der
Gruppe.
Wenn
der Saarloswolfhond, schon angefangen beim Züchter, sehr gut sozialisiert wird,
ist die sogenannte "wölfische Scheuheit" auch kein Problem. Er muss
an alle Dinge die ihm suspekt sind, konsequent und liebevoll herangeführt
werden. Somit steht z.B. auch einem gemeinsamen Stadtbummel nichts im Weg.
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Besser
Einzel-
oder Mehrhundehaltung?
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Der
Saarlooswolfhond hat ein ausgeprägtes Rudelverhalten. Auffallend ist, wie
freundlich und ruhig sie miteinander umgehen. Aber auch mit fremden Hunden
vertragen sie sich meist sehr gut.
Daraus
ergibt sich, dass der Saarloswolfhond nur schwer das Alleinsein verträgt.
Dessen muss man sich besonders bei der Einzelhundhaltung bewusst sein, denn dann
wird sich der Saarlooswolfhond besonders eng an seine Menschen anschließen und
ihnen gern auf Schritt und Tritt folgen. In der Anfangszeit ist deshalb beim
Alleinlassen sogar häufiger mit der Zerstörung von Einrichtungsgegenständen
zu rechnen. Bei einer langsamen Gewöhnung wird er das Alleinsein aber lernen.
Besonders
wohl fühlt sich der Saarlooswolfhond als Zweit- oder Dritthund. Hier muss man allerdings aufpassen, dass er
sich nicht zu sehr dem Hunderudel anschließt. Die Bindung zum Menschen würde
dann nicht genügend gefestigt und könnte bei der Erziehung des Saarloowolfhond
Probleme geben.
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Wie
viel Bewegung benötigt ein Saarlooswolfhond?
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Der
Saarlooswolfhond ist ein typisch ausdauernder Traber, der seine Energie gut
einteilen kann und deshalb bequem große Entfernungen überbrücken kann. Müde
oder erschöpft sein kennt er nicht. Aber er fordert diese Bewegung nicht täglich
ein, sondern ist mit 2-3 Stunden täglichem Auslauf zufrieden.
Für
den naturverbundenen Hundeliebhaber ist der Saarlooswolfhond aber besonders gut
geeignet.
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| Wie
hoch sind die Anschaffungskosten für einen Saarlooswolfhond? |
| Die
sind genauso wie bei anderen reinrassigen großen Hunden auch. Da gibt
es zwar gewisse Unterschiede, aber genauso gibt es auch Unterschiede wie
ein Welpe bei seinem Züchter aufwächst, oder was alles an genetischen
Blutuntersuchungen auf Erbkrankheiten bei den Welpen schon vor der Abgabe gemacht wird. Auch
nimmt nicht jeder Züchter den Aufwand einer weiten Anreise zu einem
geeigneten Deckrüden auf sich. Um die Frage aber abschließend in
Zahlen zu beantworten: Die Preise variieren zwischen 1200 und 1650 Euro.
Erkundigen Sie sich aber bitte sehr genau was Sie für Ihr Geld
bekommen. Denn auch der Welpenkäufer trägt Verantwortung! Später
klagen, dass Gesundheitsuntersuchungen fehlten oder die Aufzucht der
Welpen mangelhaft war, hilft nicht. |
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